Warum ich tue, was ich tue :)
Warum Kundalini Yoga?
Hier ist meine ganz persönliche Erfahrung mit diesem etwas anderen Yoga Stil.Ich könnte euch nun alle positiven Aspekte, welche man online findet nochmal auflisten. Allerdings ist das sehr allgemein, und jeder reagiert anderst auf Kundalini Yoga.Mein Weg mit Yoga begann als ich ca 20 Jahre alt war. Ich war quirlig, unruhig und voller Tatendrang. Ich fand eher selten meine Mitte, was natürlich auch dem Alter zu zu schreiben war. Aber diese innere Unruhe packte mich immer wieder und liess mich unstetig werden.Ein Würzburger Yoga Studio, eher unscheinbar, war der Moment wo meine Liebe zu Yoga entfacht wurde. Ich ging nach der ersten Stunde nach Hause und fühlte mich anders. Gut anders So fing ich an Kurse von Hatha Yoga zu besuchen, intensive Stunden, Praxis auch allein in meiner Wohnung halfen mir Schritt für Schritt mich ruhiger werden zu lassen. Den Sonnengruß am Morgen zu machen, war schon wie Zähne putzen. Ohne das ging ich nicht aus dem Haus. Jahre später, verließ ich in Edinburgh meinen Yoga Kurs und wurde angezogen in den kleinen Verkaufshop für Yoga Utensilien zu schauen.Und da fand ich ein Buch, welches alles veränderte. " Open your heart with Kundalini Yoga" Eigentlich auf der Suche nach einer bequemeren Yogamatte, fiel es mir in die Hände. Naja, ich muss nun nicht sagen, das ich es kaufte Zuhause blätterte ich es neugierig durch und fand einen Workshop, welcher 11 Tage im Süden von Frankreich statt finden sollte. 11Tage Yoga." Wohoo!", dachte ich.Die Autorin veranstaltete es, am selben Abend buchte ich meinen Flug nach Carcassonne.Etwas nervös und gespannt landete ich Mitte Juli in Frankreich. Dieser Teil Frankreichs hat etwas märchenhaftes, bezauberndes an sich.Riesige Platanien zäumten die Strassen, sanfte rote Hügel durchzogen die Landschaft und die Luft war weich und warm. Es war ein tiefes Ausatmen, als ich ankam.Im Hintergrund lief der Gedanke das ich zuvor noch nie Kundalini Yoga geübt hatte. Nur etwas Anfängerhaft aus dem Buch ,welches ich gekauft hatte.Ich hatte keine Ahnung was passieren würde......Am Anreisetag der anderen Teilnehmer, war ein großes Hallo. Es war eine sehr gemischte Gruppe, Menschen welche sehr sebstbewusst demonstrierten das sie proffessionell Yoga unterrichten, 3-4 Unwissende wie ich, ein Ehemann der nur wegen seiner Frau dabei war und ein älteres charmantes Paar.Nun ja ,die Kombi war spannend.Das Programm war straff:5Uhr aufstehen2Stunden Yoga und MeditationFrühstück4Stunden wandern17Uhr Yoga für 2 StundenAm Anfang scherzten wir alle, das wir das easy hinbekommen. Siri Datta saß früh morgens um 5.30Uhr gut gelaunt vor der Gruppe. Sie stimmte die Klasse ein mit dem bekannten Mantra "Ong Namo Guru Dev Namo", als wir alle gemeinsam, erst zögerlich, dann sehr bestimmt mit einstimmten, veränderte sich etwas. Eine nicht fassbare Ruhe trat ein, die ersten Sonnenstrahlen fielen durch das Fenster des alten Bauernhaus.Die Aufwärmübungen forderten uns am Anfang sehr. Rumpfkreisen, Armübungen. Der "Atem des Feuers" war etwas was ich schon zuhause praktizierte , aber nicht so strikt schaffte wie in der Gruppe . Man führt ihn wie folgt durch: Der Fokus liegt auf einer forcierten, aktiven Ausatmung und einer passiven, natürlichen Einatmung.Ablauf: Man atmet tief ein und stößt die Luft dann stoßweise aus, während der Bauchnabel ruckartig in Richtung Wirbelsäule gezogen wird.Wirkung: Durch das schnelle, rhythmische Atmen ( durch die Nase) wird der Körper energetisiert, der Bauchraum aktiviert (Manipura Chakra) und die Bauchmuskulatur gestärkt. Anfänger machen 1-2 Atemzüge pro Sekunde, Fortgeschrittene 2-3. Er aktiviert das Nervensystem, erhöht die Sauerstoffversorgung, baut Stress ab und energetisiert.Am Anfang kann einem etwas Schwindelig werden, da diese Atmung nicht natürlich ist. Im Schneidersitz , führten wir es ca 5-10min aus. Dann ging es über zu den eigentlichen Asanas, in welche der spezielle Atem mit eingebaut wurde.Wir führten dynamische Asanas durch, hielten Bandhas(sind eine essentielle Technik im Yoga, auch körperliche Verschlüsse genannt,sie helfen die Energie im Körper zu lenken) und brachten unsere Körper ordentlich zum Schwitzen. Anders als im Hatha Yoga wird hier viel mit der Muskulatur und Spannung im Körper aktiver gearbeitet. Das Ziel ist, die Energie der Kundalini zu erwecken. (Kundalini ist eine Energie , welche schlafend an der Basis der Wirbelsäule sitzt)Durch die Verbindung von Atem und Asanas arbeitet man bewusst daran. Nach diesem Teil folgt eine Tiefenentspannung, welche unser Nervensystem regulierte. Eine tiefe Ruhe und Klarheit breitete sich in uns aus.Zum Abschluss meditierten wir und sangen das Mantra "Sat Man".Überwältigt von dieser 1."richtigen " Stunde wusste ich, das ich genau richtig hier war. Einige Teilnehmer spürten Widerstände in sich und bezweifelten, das sie mit dem Tempo mitkamen. Was sich dann im Laufe der 11 Tage veränderte und alle in ihrem Rhytmus mitkamen. Unsere Lehrerin sprühte vor Energie, und begeisterte uns mit ihrem Wissen. Sie erklärte uns genau die Wirkung von welchem Asana, so dass wir auch wussten wofür wir es taten. Anschliessend frühstückten wir und wanderten 4 Stunden. Wir tauschten uns aus, lernten uns alle langsam kennen und sahen das jeder eine andere Motivation mitbrachte. Nebenbei erwähnte Siri Datta, das man mit Kundalini Yoga in 1 Jahr das schafft was man mit 10 Jahren Hatha Yoga erreicht. Es ist das Königs Yoga. Diese 11 Tage zeigten, welch Intensität Kundalini Yoga beinhaltet. Manchmal musste ich mich morgens aufzwingen. Aber ich wusste danach fühle ich mich klar und in meiner Mitte.Viele alte Denkmuster wurden durch die Praxis von diesem kraftvollen Yoga gelöscht.Kundalini Yoga wird in Suchtkliniken zur Therapie eingesetzt. Es ist ein Schlüssel zur Selbstregulation, Heilung und Sebsterkenntniss.In meinen Kursen biete ich speziell bei Kundalini Yoga eine Schnupperstunde an, damit du für dich spüren kannst, ob du bereit dafür bist.
Die Schwangerschaft, eine besondere Zeit im Leben einer Frau.
Warum Schwangerschaftsyoga?
Vor fast 16Jahren, hielt ich den Test in der Hand und sah 2 Striche. Glücksgefühle schossen durch meinen Körper, Aufregung und Vorfreude auf dieses Wunder. Nach dem anfänglichen Hoch, mischten sich Ängste darunter, schaffe ich das, was kommt da alles auf mich zu? Ich denke die 1.Schwangerschaft ist einfach der freie Fall für viele von uns. Wir wissen nicht was passiert, es ist alles ausser unserer Kontrolle. Komplettes Neuland. Manche Schwangerschaften verlaufen harmonisch, andere erfahren die Heftigkeit der Hormoneinflüsse und leiden am Anfang sehr, wiederum kann es sein das man bedingt der Umstände in der Schwangerschaft liegen und sich schonen muss. Jede Schwangerschaft ist einzigartig und darf nicht verglichen werden.Etwas was mir besonders auffiel war, das man von der werdenden Mama erwartete all diese neuen Umstände gelassen und entspannt anzunehmen. Nicht ahnend, das sich da gerade ein enormer Wandel im Inneren der Frau abspielte. (hormonell, psychisch, körperlich)In kürzester Zeit schafft der weibliche Körper Platz für ein 2. Leben. Pumpt 50% mehr Blut durch den Körper, der Herzschlag kann bis zu 150 Schläge pro Minute ansteigen. Es ist also richtig was los im Körper. Um die optimale Versorgung des ungeborenen Babys zu sichern, läuft das Körpersystem auf Hochtouren.
Nun zurück zu meiner Gechichte.
Nachdem ich erfahren habe, das ich schwanger war, erinnerte ich mich an den Schwangerschaftskurs in meinem Yoga Studio. Ich meldete mich an, und fing an regelmässig mit anderen Schwangeren den Anleitungen zu folgen. 2 mal in der Woche kamen wir zusammen, sanfte Asanas öffneten den Beckenbereich, lindernde Übungen bei unteren Rückenbeschwerden wurden zu meinem Favorit. Und auch bei Übelkeit gab uns die Trainerin gute Tipps. Ich hatte die Möglichkeit mich mit anderen Schwangeren auszutauschen, und stellte fest, das meine körperlichen Beschwerden bei vielen auch auftraten, dadurch fühlte ich mich nicht mehr so allein. Als ich dann in fortgeschrittenen Wochen war und wir spezielle Atemübungen praktizierten vernahm ich das leichte Flattern, wie ein Schmetterling in meinem Bauch. Es war etwas was man nie wieder vergisst. Dieser kleine Mensch in mir bewegte sich fröhlich und ich spürte es zum Ersten mal. Was für ein Moment!Durch gezielte Atemtechniken wurden wir auf die Geburt vorbereitet. Ich konnte einen großen Nutzen aus dem Wissen für die Geburtsphase nehmen. Durch das bewusste Atmen regulierte ich mich und fiel nicht in Hektik. Das Abenteuer Geburt ist nunmal voller Überraschungen, man weiss nicht was als nächstes um die Ecke kommt. Deshalb ist es ein beruhigendes Gefühl das man etwas kontrollieren kann, und zwar seinen Atem!Generell hielt mich Schwangerenyoga fit bis zum Ende meiner Schwangerschaft. Ich durfte die vielen positiven Vorteile(lindert typische Schwangerenbeschwerden wie: Rückenschmerzen, Nacken und Schulterverspannungen, Wassereinlagerungen, Müdigkeit, stärkt Beckenboden, Rücken und Beine, fördert die Durchblutung, es baute Stress ab und lehrte mich mehr Körpervertrauen) geniessen und denke jetzt zurück schauend, das es mich gut auf die Geburt vorbereitet hat. Aus diesem Grund, möchte ich Schwangerenyoga gern an werdende Mamas weitergeben, das auch sie sich in ihrer Schwangerschaft wohlfühlen und diese besondere Zeit so angenehm wie möglich erleben können.
Was ist Birthlight?
Birthlight wurde 1982 von der medizinischen Anthropologin Françoise Barbira Freedman in Cambridge gegründet und leistet seither Pionierarbeit im Gebiet
Yoga während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Als Mitglied der European Yoga Federation bietet Birthlight international anerkannte Yogaausbildungen rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre an. Birthlight Yoga vereint westliches anatomisches und physiologisches Wissen mit dem Yoga und der ayurvedischen Lehre. Die Methoden wurden während einer mehr als zehnjährigen Zusammenarbeit mit dem "Biomedical Trust" in London entwickelt und enthalten zahlreiche Aspekte der Yoga Therapie.
Mit Baby Yoga hat alles begonnen. Inspiriert von ihren Forschungsreisen kombinierte die Anthropologin Françoise Barbira Freedman Übungen der peruanischen Amazonas-Ureinwohner, der traditionellen indische Baby-Massage und yogische Ansätze zu einer wirkungsvollen Praxis. Zunächst wandte sie diese bei ihren eigenen Kindern an. Es folgten die ersten Baby Yoga Kurse, die Gründung des Birthlight Trust und viele Jahre Forschung in Zusammenarbeit mit dem Biomedical Trust UK. Heute bietet Birthlight in verschiedenen Ländern fundierte, sowie spezialisierte Yogalehrerausbildungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Babys an.
Birthlight Yoga zeigte mir als neue Mutter, Wege wie ich mich bewusster mit meiner Tochter verbinden konnte. Asanas zur Rückbildung, Bewegungen zur Förderung von Babys Entwicklung, Massagen , Hebeübungen und gemeinsames Singen gestalteten diese Stunden immer zu einem Highlight für uns beide.
Es gibt keine wichtigere Arbeit, als das Muttersein. Durch diese Zeit formen wir kleine Persönlichkeiten und schenken ihnen Liebe und Sicherheit für eine gesunde, mentale Entwicklung. In der westlichen Welt ist unser Fokus von der Wichtigkeit der Körpernähe verloren gegangen. Durch sanfte Berührungen und Körpernähe wird Oxytocin im Körper ausgeschüttet. Es stärkt die Mutter-Kind-Bindung und Vertrauen.
Es reduziert Ängste, Stress und Aggressionen. Es wirkt schmerzlindernd, senkt Blutdruck und Herzfrequenz .
Wenn das nicht ausreichend Gründe sind, um es einfach mal auszuprobieren :)